Partnerschaft

Die Partnerschaft zu unseren Musikfreunden in Südtirol
zur Musikkapelle St. Pankraz im Ultental:

Am 25. Februar 1969 wurde erstmals Kontakt mit unseren Musikfreunden aus St. Pankraz im Südtiroler Ultental bei Meran aufgenommen, am 13. September 1969 folgte der erste Besuch des Musikverein Ohmdens in St. Pankraz. Steil schlängelte sich damals noch ein geschottertes, enges Sträßchen von Lana aus ins Ultental hoch. Es war ein richtiges Abenteuer, St. Pankraz unbeschadet zu erreichen. Der leibenswerte Empfang und die freundliche Aufnahme durch unsere Gastgeber ließ die Reisestrapazen bald vergessen. Bei diesem ersten Zusammentreffen wurde bei Wein und Speck ein Gegenbesuch im nächsten Jahr vereinbart. Seit dieser Zeit trifft man sich in regelmäßigen Abständen in Ohmden und St. Pankraz. Aus diesen Besuchen entstanden zwischenzeitlich viele private Freundschaften, die intensiv gepflegt werden. Man trifft sich zum Wandern, Skifahren und zu Feierlichkeiten. Auch die Jugend hat sich schnell angefreundet und Garantiert somit den Fortbestand dieser Partnerschaft.

Um die vielen zahlreichen Besuche ranken sich zahlreiche nette Anekdoten und Begebenheiten, von denen hier nun eine kleine Auswahl zum Besten gegeben wird. Lesen uns schmunzeln Sie selbst:

Bei einem der ersten Besuche in St. Pankraz gab es Probleme an der italienischen Grenze. Die Musiker in voller Tracht, die man ja stolz präsentieren wollte, erregten das Misstrauen der italienischen Zöllner. Obwohl angemeldet, sahen die Grenzer in der "Ohmdener Volksarmee" unterstützende Kräfte der damals noch recht aktiven Südtiroler Freiheitskämpfer. Viel Überredungskunst war damals notwendig, um die Grenzer vom friedvollen schwäbischen Musikverein auf Ausflugsfahrt - und nicht etwa von Sympathisanten von Andreas Hofer und seiner Freiheitsbewegung zu überzeugen.

Der Rotwein spielte bei den vielen Feierlichkeiten eine nicht unerhebliche Rolle. So war für manch gestandenen Gast unvorstellbar und auch nach einigen Achtel Wein nicht nachvollziehbar, daß um 23 Uhr die absolute Sperrstunde eingefordert wurde. Der ganze Tisch voll mit gefüllten Weinkrügen und die Carabinierei unerbitterlich streng! Alle mußten das Lokal sofort räumen. Irgendwann fiel dann die tückische List, die Carabinieri am Umtrunk teilhaben zu lassen. Und dies mit "vollem" Erfolg. Die Sperrstunde fiel dem Rotwein zum Opfer.

Kurz vor dem Jahrtausendwechsel gab es auch auf Ohmdener Seite wieder einige Opfer des Rotweines zu beklagen: Zwischen der Terasse des Oberwirtes und dem Anwesen der Familie Staffler war eine Baugrube ausgehoben. Trotz Absperrung und Sperrgitter vor dem ehemaligen Fußweg wurde dieser, obwohl nur noch 30 cm breit, traditionsgemäß und der Gewohnheit folgend, auf dem Heimweg in die Quartiere begangen. Dass der Rückweg oftmals schwieriger ist als der Hinweg, zumal im Dunkeln, hatten einige wohl nicht bedacht. Tatsache ist aber, dass die Baugrube eine gewaltige Anziehungskraft hatte, denn immer wieder sind einige der nächtlichen Heimgänger urplötzlich im "Ohmdener Loch" verschwunden.

Im Jahr 2009 konnten wir mit einem abwechslungsreichen Programm unser 40-jähriges Partnerschaftsjubiläum in Ohmden feiern. Am ersten Mai beim Maifest - die Musikkapelle St. Pankraz spielte mit einem hervorragenden Konzert für die vielen Festbesucher auf - konnte der Musikverein seinen Gästen mit einer tollen Geste die Verbundenheit beider Vereine aufzeigen. Auf Initiative unseres Vereines wurde die Zufahrtsstraße zum Musikerhäusle von der Gemeinde Ohmden in "St. Pankrazer Weg" benannt. Die Überraschung und Freude darüber war unseren St. Pankrazer Freunden wie auch uns Ohmdenern sichtlich anzumerken. Ein tolles Vereinsfest am Samstagabend in der Gemeindehalle wird sicher mit Donikkl´s Hit "Heut is so a schöner Tag - lalalalalaaa" noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben...



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